Kantersieg gegen Gossau im kybunpark!

Fussballmeisterschaft 1. Liga

FC ST. GALLEN U21 – FC GOSSAU 9:1 (4:0)

SPIELTELEGRAMM

Kybunpark. – 300 Zuschauer. – SR: Sandi Bosnic.

 

Tore: 7. Staubli 1:0, 24. Kräuchi 2:0, 30. Kucani 3:0, 40. Staubli 4:0, 56. Staubli 5:0, 66. Campos Oliveira 6:0 (Foulelfmeter), 67. Stacher 6:1, 73. Campos Oliveira 7:1, 80. Ismaili 8:1, 81. Campos Oliveira 9:1.

 

St. Gallen U21: Strübi ; Ismaili, Izmirlioglu (84. Keller), Traber, Wörnhard (59. Jacovic); Kräuchi, Staubli, Fazliji, Kucani (70. Agostini), Muheim (77. Sidler); Campos Oliveira.

 

Gossau: Geisser; Estermann, van der Werff, Trajkovic, Giger (46. Mateus); Lupo (60. Bruggmann), Grin; Stacher (77. Höhener), Vuleta, Ledergerber; Uzunovic (77. Ljimani).

 

Bemerkungen: St. Gallen ohne Stergiou (1. Mannschaft) und Witzig (Aufgebot anderes Team). Gossau ohne Kouame (gesperrt), Alder und Hasler (beide verletzt). 27. Tor Estermann wegen Abseits annulliert. Gossau ab 79. Minute nurmehr mit zehn Spielern (Trajkovic verletzt; Auswechselkontingent erschöpft), 80. Pfostenschuss Staubli. Verwarnung: 68. Fazliji (Foulspiel). Ecken: 9:2.

 

Mit spielerischer Leichtigkeit und attraktivem Angriffsfussball kam die U-21-Mannschaft des FC St. Gallen zu einem hohen 9:1-Heimsieg über den Nachbarn aus Gossau. Die Aufgabe wurde dem Team von Brunello Iacopetta vom Gegner indessen auch sehr einfach gemacht. Der Auftritt des FC Gossau kam einer Art von Bankrotterklärung gleich: Die zutiefst verunsicherte Mannschaft spielte ohne Feuer, ohne Biss, ohne Aggressivität und beging taktische und technische Fehler «geradezu im Multipack». In diesem beängstigend schwachen Zustand ist der Abstieg in die 2. Liga interregional geradezu vorprogrammiert. In den sieben Spielen seit der Winterpause gab es sieben Niederlagen, bei einem Torverhältnis von 6:26.

 

Bei ihrem exklusiven Auftritt im Kybunpark agierte St. Gallens Nachwuchsteam von Beginn weg überlegen. Neben der spielerischen Überlegenheit (die zu erwarten war) hatten die jungen Spieler von Trainer Iacopello auch einsatzmässig, gedanklich und läuferisch klare Vorteile. Und fast im Fünf-Minuten-Takt erarbeitete sich das Heimteam gute Tormöglichkeiten, so dass das deutliche Schlussresultat die Kräfteverhältnisse an diesem Tag echt widerspiegelte.

Tim Staubli brachte sein Team bereits nach 7 Minuten in Führung; der 18jährige Junioren-Nationalspieler glänzte später mit zwei weiteren Treffern (40.; 56.) und vielen klugen Zuspielen. Alessandro Kräuchi führte mit seinem Treffer zum 2:0 (24.) sein Team bereits definitiv auf die Siegesstrasse. Ab diesem Moment gab es über den Ausgang der Partie nie Zweifel. Und während Gossaus Spieler, anfangs sehr nervös, viel zu weit weg vom Gegner standen, nutzten die jungen St. Galler die ihnen gebotenen Räume und liessen ihre fussballerischen Qualitäten aufblitzen. Das Spiel wurde zum Schaulaufen. Erwähnenswert etwa das dritte Tor der St. Galler, die dabei einen Konterangriff – nach Eckball von Gossau – lehrbuchmässig über Miro Muheim und Sanijel Kucani zu Ende führten. Die Tore zum 6:0, 7:1 und 9:1 erzielte der engagierte Angelo Campos Oliveira, der vorher einige Chancen vergeben hatte.

Den einzigen Treffer für Gossau zum 1:6 schaffte Yannick Stacher nach einem weiten Zuspiel aus der eigenen Platzhälfte; St. Gallens Abwehr war vom Sprint des Gossau-Angreifers überrascht. (do)

 

Für den FC Gossau war dieses 1:9 beim Nachbarn die höchste Meisterschaftsniederlage im 21. Jahrhundert!